Hamburg Intensiv – die Kolumne von Carina Middendorf

Gegendarstellung: „In guten wie in schlechten….Konzerten“

(Zu dieser Gegendarstellung ist meine Frau gem. Zusatz 5b der Beziehungsrahmenvereinbarung moralisch verpflichtet) Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin wohl der Annahme aufgesessen, Carina wäre freiwillig mitgekommen – nach Deutschland, in die Ehe, in die Konzerte – so irrt man sich. Dabei ist Zwangsehe gar nicht erlaubt und die Zwangsbeschallung muss man nur in überfüllten U- und S-B...
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Mein Leben als Konzertbesucherin

Doch, doch, grundsätzlich mag ich Konzerte, und ich bin kein Kulturbanause, aber ich möchte am liebsten selbst auswählen, wo ich hingehe. Das klingt leicht und auch selbstverständlich, aber jeder, der in einer langen Partnerschaft lebt, wird mir recht geben, wenn ich sage, dass es nicht immer so leicht und selbstverständlich ist. Man möchte ja auch gelegentlich etwas zusammen als Paar unternehmen,...
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Freie Fahrt für freie Bürger

  Die Hitzigkeit in der Diskussion über deutsche Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Für die Schweden ist es schlicht unvorstellbar mit dem Slogan „Freie Fahrt für freie Bürger“ zu punkten. In unseren Ohren klingt es eher wie kollektiver Selbstmord - und unregulierte Lebenslagen riechen für uns immer ein bisschen nach Chaos und das macht sowie...
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Bokrea – eine frühkindliche Prägung

Am 26. Februar ist es so weit: die bokrea beginnt! Seit den 1920-igern ist es Tradition, alte Buchbestände mittels Ausverkauf aus den Läden im Februar an das Volk zu bringen. Raus aus den Regalen und dem Lager, damit Platz ist für Neues. Zumindest war es früher so, mittlerweile werden nicht nur Ladenhüter vertickt, sondern Bücher werden für diesen lukrativen Termin produziert, ein bisschen dün...
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Neus Jahr, neues Glück

  2019 – das wird das Jahr, wo alles anders wird! Die Silvesternacht ist traditionell die Zeit für großzügig gegebene Versprechen und Vorsätze. Wie wäre es, diesmal etwas zu versprechen, das nicht nur mit Mühe und Not den Januar überlebt? Statt sich als Kettenraucher vorzunehmen, mit dem Rauchen komplett aufzuhören, oder als 200-Kilo-Koloss sein Körpergewicht vor dem Sommer zu halbiere...
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Nu är det jul igen…

Was jetzt schon?! Also, ich weiß nicht wie es euch geht, aber bei mir keimt kein bißchen Vorfreude auf die Adventszeit. Bei zweistelligen Temperaturen in Plus-Bereich ist das Verlangen nach Weihnachtsgedöns nicht vorhanden. Wenn wir Pech haben, fällt die ganze Vorweihnachtsstimmung 2018 wegen mangelnder Beteiligung aus. Der Wintermarkt in Wandsbek steht schon längst. Ja, ich weiß, es ist kein W...
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Die Gefahren von zu vielem Lächeln

Dieses Jahr feiern Deutschland und ich Silberhochzeit. Seit ich 1993 hierher zog, habe ich viel gelernt, nicht nur über Deutschland und seine Einwohner, sondern auch über mich selbst, mein eigenes Land und sehr viel über meine Muttersprache. Die meisten von euch wissen, dass ich mit Schwedischunterricht mein Geld verdiene, und dass ich mich beruflich mit Unterschieden zwischen Schweden und Deutsc...
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Lagom, lagom, überall ist lagom

Dass lagom sich zu einem echten Exportschlager mausern sollte, hätte ich mir nie vorstellen können, aber zur Zeit ist lagom das hippste, das es gibt. Wenn etwas oder jemand lagom ist, heißt das, voll im Trend zu sein. Als erstes möchte ich anmerken, das lagom ein Adverb und unbeugsames Adjektiv ist und kein Lebensstil. Wasser kann zum Baden lagom sein, und das ist dann keine Temperaturangabe, ...
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Die Schweden = sozial inkompetent

Herr Gabriel Kuhn aus Österreich behauptet in der schwedischen Boulevardzeitung Aftonbladet, dass die Schweden sozial inkompetent sind. Im Februar diesen Jahres veröffentlichte er einen Debattartikel darüber, dass eine Integration in Schweden nie gelingen könne, aufgrund dieser sozialen Inkompetenz. Aber sind die Schweden das wirklich, sozial inkompetent? Meine schwedische Mutter sagte man...
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Dorfleben

Für ein paar graue Januar-Wochen habe ich noch einmal das Dorfleben ausprobiert. Als ich Teenie war, hatte ich das Leben im 3000-Seelen-Dorf, in dem ich geboren und aufgewachsen war, satt. Ich hatte das Gefühl, niemals nur ich sein zu können. Ich war immer die Tochter von, die Schwester von, die Nichte von oder die Enkelin von irgendjemandem. Ich wusste nicht so genau, wer ich war. Wer weiß da...
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